Titel: Jubiläumsgala  am 05. und 07. Juli 2019 - 20 Jahre Get Joy

"Gospel meets Musical"
Jubiläumskonzert mit Vera Bolten



Der Gospel Chor Get Joy feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Chorbestehen. Aus diesem Anlass werden zwei Konzerte zusammen mit der Musicaldarstellerin Vera Bolten in der St. Andreas Kirche in Korschenbroich veranstaltet. Leonard Gincberg am Schlagzeug und Kolja Koch am Piano, sowie erstmalig die Bassistin Nele Nickels begleiten das Konzert.

Bild: Solosängerin Vera Bolten singend mit Mikrofon in der Hand.

Vera Bolten, in Korschenbroich aufgewachsen und wohnhaft, studierte an der Universität der Künste in Berlin und hat in zahlreichen Musicals in ganz Deutschland mitgewirkt. Unter anderen singt sie in den Musicals "Der Glöckner von Notre Dame", "West Side Story", "Le Miserables" und "Rent". Von 2014 bis 2017 spielte sie in Hamburg die Christa Lubanski in "Das Wunder von Bern". Aktuell hat Sie ein Engagement in Köln und stellt im Musical "Wahnsinn" die Rolle der Sabine dar.

Bild: Durch den Vorraum strömt das Publikum in die Kirche

Beide Konzerte sind schnell restlos ausverkauft. An zwei schönen Sommerabenden bilden sich schon vor dem Einlass lange Schlangen am Eingangsportal. In der Kirche finden die jeweils über 400 Besucher auf ihren Bänken und Stühlen kleine Botschaften über das Leben, die zum Nachdenken anregen. Get Joy startet fast schon traditionell unter der Empore, unplugged, mit sanften Klängen und dem Gospel "I bow down".

Bild: In der vollbesetzten Kirche im Durchgang der Chorleiter dirigierend. Auf der Bühne links und rechts vom Altar der Chor.

Danach schreiten die 70 Sängerinnen und Sänger durch das Kirchenschiff am Publikum vorbei auf die Bühne hinauf, wo sie von der Band in Empfang genommen werden und die Sopräne des Chors das kraftvolle "Sing for Joy" A capella anstimmen. Gefolgt von dem facettenreichen "Rejoice in the Lord alway" werden beide Lieder mit Dynamik und viel Freude dargeboten. Das Publikum ist begeistert.

Bild: 1. Vorsitzende des Chores Johannes Göris am Mikrofon und rechts davon Solistin Vera Bolten lächelnd.

Anschließend begrüßt der 1. Vorsitzende des Chores Johannes Göris die zahlreich erschienenen Gospel- und Musicalfans und berichtet, dass der 1999 gegründete Chor Get Joy damals wie heute ca. 90 Mitglieder zählt und jetzt schon zum zehnten Mal in St. Andreas auftritt.

Stefan Bechstein, seit 2006 Chorleiter bei Get Joy, stellt Vera Bolten vor. "Die Idee etwas Gemeinsames zu machen ist während eines Auftritts in der Kirche St. Marien in Pesch entstanden. Was sich daraus entwickelt hat, ist nun im heutigen Konzert zu hören" - eine Mischung aus Musicals, Popsongs, Soul und Gospels, eine Herausforderung für Chor, Solistinnen und Band.

Mit dem Song "The Storm is over" von R. Kelly steigt Vera Bolten in das Konzert ein und singt die Soloteile, in einigen Passagen vom "leisen" Sopran des Chores begleitet.

Bild: Großaufnahme der Solistinnen Annette Gottschall und Vera Bolten am Mikrofon vor dem Chor auf der Bühne.

Das nächste Stück "Wunder geschehen" aus dem Musical "Das Wunder von Bern" erzählt von einer Familie zur Zeit der Fußballweltmeisterschaft 1954 in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. "Manchmal muss man an etwas ganz fest glauben, damit es Wirklichkeit wird." Höhepunkt dabei  ist das Duett mit der Solistin Annette Gottschall aus den eigenen Reihen des Chores.

Bild: Großaufnahme von einem Teil des Chores. Frauen und Männer aus dem Tenor und Sophran singend.

Julia Gebel trägt den Psalm 121 vor und leitet damit auf den Get Joy Gospel-Klassiker "Total Praise" über. Die Dynamik und die ausdrucksstarke klare Choreografie des Stückes greifen auf das Publikum über und lassen so manchem Zuhörer eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Gute Laune pur transportiert "My Words", in dem die acht Tenöre im Wechsel mit Vera Bolten die Soloparts singen.

Bild 1: Solistion Vera Bolten am Mirkofon aus einem Buch vorlesend. Bild 2: Die Solistinnen Ruth Schelasni und Vera Bolten singend.

Höhepunkte vor der Pause sind weitere Songs aus dem Genre Musical und Soul. Als Intro zu "Einmal" liest Vera Bolten einen emotional sehr bewegenden Text aus dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo "Der Glöckner von Notre Dame" vor.

Das Lied beginnt mit gefühlvoll gesungenen Passagen der Solistin, den Tenören und dem Gesamtchor und entwickelt sich - unterstützt von Leonard Gincberg am Schlagzeug, - zu großartiger Dynamik. Im rhythmisch starken "Lied des Volkes" aus dem Musical "Les Miserables" lassen Vera Bolten und Get Joy opernhafte Klänge ertönen und versetzen die Zuhörer nach Frankreich in die Zeit Königs Louis-Phillipe I. und des Volksaufstandes von 1832.

Es folgt "Free" von Stevie Wonder und Khadja, als Duett gesungen von Vera Bolten -in englisch- und Ruth Schelasni -in kiswaheli-. Get Joy ergänzt mit stimmgewaltigen Passagen. Das Publikum bedankt sich mit jubelndem Applaus.

Bildercollage: Großaufnahme von singenden Sänger und Sängerinnen.

Der 2. Teil des Konzerts nach der Pause beginnt mit sanftem Choreinstieg und dem Stück "Order my steps", in dem Kolja Koch mit großartigen virtuosen Passagen am Klavier überzeugt. Weiter geht es mit kraftvollen, rhythmischen und partyhaften Songs wie "Shackles" von Mary Mary sowie "Lovely Day" von Bill Withers.

Video:  "Ain´t it good"

In "Ain´t it good" aus dem Musical "Children of Eden" sucht Vera Bolten die Nähe zum Publikum, singt im Mittelgang, eindrucksvoll mit Temperament und dem wunderbaren Klang ihrer Stimme. Große Freude bereitet in diesem Stück das schnelle "Call and Response" und zeigt das gute Zusammenspiel mit Get Joy.

Bild: Großaufnahme, vor dem Chor singen die Solistinnen Vera Bolten und Meike Nagels im Duett.

Meike Nagels singt in Michael Jacksons "Heal the World" die zweite Solostimme neben Vera Bolten und begeistert mit ihrer ausdrucksstarken Altstimme. Chorleiter Stefan Bechstein unterstreicht die Aktualität des in den 1990er Jahren geschriebenen Songs und führt vor Augen, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt unserer Welt zu engagieren.

Bild: Großaufnahme, der Chorleiter dirigiert den Chor und die Band.

Es folgen aus dem Rock-Musical "Rent", die Lieder "Will I" und "Seasons of love" von Jonathan Larson. Die Handlung basiert auf der Oper von "La Boheme", die in die 1990er Jahre New Yorks transportiert wird und schildert die Geschichte einer Gruppe junger Künstler, die mit dem Thema Aids konfrontiert sind.

"Will I lose my dignity, will someone care, will I wake tomorrow from this nightmare?", "Werde ich meine Würde verlieren, wird mir jemand beistehen, werde ich morgen aus diesem Alptraum erwachen?" Vera Bolten beginnt sehr gefühlvoll auf Deutsch - inmitten der Zuhörer. Nacheinander setzen die Bässe und die anderen Stimmen des Chores ein, um final zur Freude des Publikums im 6-stimmigen Kanon abzuschließen.

Bild: Großaufnahme, Chorleiter Stefan Bechstein in Aktion vor dem Chor.

Stefan Bechstein, der die meisten Lieder in diesem Konzert selbst arrangiert hat, dirigiert Chor und Band mit Professionalität, viel Freude und Leidenschaft, Gefühl und großem Körpereinsatz.

Bild: Im Durchgang zu den Sitzplätzen, mitten im Publikum mehrere Solosänger*innen emotional singend, dahinter der Chor auf der Bühne.

Absolute Höhepunkte des Konzerts sind die beiden letzten Stücke "Going up yonder to reign in Jerusalem", vom Chor und den Solisten Vera Bolten / Meike Nagels (Alt), Johannes Göris / Uli Herten (Bass), Annette Gottschall / Ruth Schelasni (Sopran), sowie Stefan Bechstein (Tenor), eindrucksvoll a capella vorgetragen, sowie der Song "Music" von John Miles. Die Konzertbesucher hält es nicht mehr auf Ihren Plätzen und sie danken mit Standing Ovation und tosendem Beifall.

Bild: Chor, Solosänger*innen und Publikum klatschend und voller Freude in der Kirche.

Den Wunsch nach Zugaben erfüllen Get Joy und Vera Bolten sehr gerne. Sie tragen noch einmal die Reprisen von "Order my Steps", "Wunder geschehen" und "Seasons of Love" vor, bevor der Chor und die Gäste die Kirche zufrieden und bewegt verlassen, um den Rest des sommerlichen Abends zu genießen.

Bild: Vor dem Chor auf der Bühne überreicht der 1. Vorsitzende des Chores Johannes Göris der Solistin Vera Bolten einen Blumenstrauß.

Bericht:
Kathrin Seebach und das Redaktionsteam